Airbnb: Auf Reisen in Privat-Wohnungen übernachten

Screenshot airbnb-Startseite

Meine Erfahrungen mit airbnb und was man beachten sollte

 Ich bin ein Fan von Airbnb. Das Prinzip ist denkbar einfach: Man wohnt nicht in einem anonymen Hotel, sondern in einer privaten Wohnung. Je nach Wunsch kann man eine ganze Wohnung/ Haus oder einfach ein Zimmer für seinen Aufenthalt mieten. Mein erstes Mal airbnb „passierte“ in London. Meine komplett subjektiven (sehr positiven) Eindrücke:

Noch nie etwas von airbnb gehört?

Airbnb ist eine Internetplattform, auf der Privatpersonen Zimmer / Wohnungen / Häuser vermieten. Gegründet wurde das Unternehmen 1998 in den USA, indem amerikanische Studenten drei Luftmatratzen in einem Gästezimmer vermieteten (Air Bed and Breakfast). Laut eigenen Angaben kann airbnb inzwischen in 34.000 Städten in über 192 Ländern genutzt werden. Die Plattform finanziert sich dabei über einen gewissen Prozentsatz der Mietkosten, der von Vermieter und Mieter an airbnb gezahlt werden müssen.

Screenshot airbnb-Startseite
Screenshot airbnb-Startseite

Eine sehr übersichtliche Website, Kommentare und Bewertungen sowohl über Mieter als auch Vermieter sind auf den ersten Kl..äh..Blick sehr vertrauenserweckend. Die Gästezimmer bzw. Wohnungen sind mit Photos und einer standardisierten Liste der Ausstattung (siehe Screenshot), z.B. ob die Küche benutzt werden darf, ob es Internet gibt oder es einen TV gibt, meist sehr gut beschrieben. Zusätzlich kann man sich mithilfe der Kartenansicht, Google Streetview und einem integrierten Kalender einen guten Gesamteindruck über die Anzeige machen.

Screenshot Ausstattung
Screenshot Ausstattung

Die Tatsache, dass sowohl Vermieter als auch Mieter kommentiert bzw. bewertet werden und dass nur Personen, die tatsächlich wo übernachtet haben, Kommentare abgeben können, macht das System sehr transparent. Die Preise variieren dabei sehr stark nach Lage und Ausstattung.

Unsere airbnb- Erfahrung in London

Auf die Idee, airbnb zu nutzen, kamen wir bei der Suche nach einer geeigneten Unterkunft für den Wochenendurlaub in London. Nach Schauergeschichten über Zimmer ohne Fenster und hohe Preise für ein „Loch“, kam ich durch einen Zeitungsartikel auf die Idee, airbnb auszuprobieren.

Nach ersten Kontakten zu verschiedenen Vermietern – ohne Risiko eingehen zu wollen kontaktierten wir nur jene mit zahlreichen positiven Bewertungen – buchten wir schließlich unser Gästezimmer im Nordwesten Londons in der Wohnung von Assel, einem modernen Apartment in einem klassischen Wohnviertel. Das Gästezimmer entpuppte sich als Glücksgriff und Assel erwies sich als sehr sympathische Gastgeberin. Eine klare Empfehlung meinerseits.

Bei unserer Ankunft erwartete uns Assels Schwester in der Wohnung und übergab uns die Schlüssel für diese. In den nächsten Tagen lernten wir die Gastgeberin selbst auch noch kennen, erhielten noch einige Empfehlungen für unseren Londonbesuch und fühlten uns sehr schnell sehr wohl.

Unsere airbnb- Erfahrung in Kopenhagen

Kopenhagen gilt generell als sehr teures Pflaster, was sich auch in den Hotel- bzw. Hostelpreisen niederschlägt. Auch bei dieser Reise war airbnb wieder eine perfekte Alternative. Da wir diesmal zu sechst reisten, kam diesmal eigentlich nur eine ganze Wohnung bzw. Haus in Frage.  Wir fanden ein Haus in der Nähe der U-Bahn Station Christianshavn, 2 Station vom Zentrum entfernt und in Gehweite von Christiania (wobei, auch in Gehweite vom Zentrum, Kopenhagen ist ja nicht sooo groß ;-)). Das Haus liegt in einer klassischen Wohngegend Kopenhagens, also ein idealer Ort, um auch abseits der touristischen Pfade Kopenhagen ein bisschen näher kennenzulernen. Unsere Gastgeber (die im Nebenhaus wohnen) empfingen uns bei der U-Bahnstation, führten uns zum Haus und gaben uns eine „Quick&dirty“ Einführung in Kopenhagen, zeigten uns die Fahrräder, die wir benutzen können, und statteten uns sogar mit einigen Karten aus. Ein wirklich freundlicher Empfang. Diese Freundlichkeit sollten wir die nächsten Tage in ganz Kopenhagen erfahren, eine wirklich schöne Stadt mit freundlichen Menschen. Auf diesem Photospaziergang habe ich die schönsten Eindrücke der Stadt für dich festgehalten.

Zwischenfazit: Ich werde airbnb in Zukunft sicher wieder nutzen. Der Kontakt mit Locals (das Ausmaß kann man selbst bestimmen), das Kennenlernen von anderen Vierteln einer Stadt mit seinen Geschäften, Cafés und Bars, sowie die Möglichkeit, nach einem anstrengenden Tag in eine eingerichtete und bewohnte Wohnung bzw. Gästezimmer zurückzukehren, sind klare Vorteile gegenüber oft sterilen Hotelzimmern. Zuletzt ist in einer im Vergleich teuren Stadt wie London bzw. Kopenhagen natürlich der Preis als weiterer Vorteil zu nennen. Ich freu mich auf ein nächstes Mal!

Unsere airbnb- Erfahrung auf den Azoren

Auch auf den Azoren haben wir unsere Unterkunft über airbnb gefunden bzw. gebucht. Dieses Mal mieteten wir uns ein Haus in unmittelbarer Nähe zur Küste. Wir mussten nur einen Hang hinab gehen und innerhalb weniger Minuten hatten wir einen Naturpool, d.h. mit Salzwasser, komplett für uns alleine. Eine Woche verbrachten wir in dem für 2 Personen durchaus geräumigen Haus von Ana Christina.

Ach bei diesem letzten Besuch wurden wir nicht enttäuscht. Ein eigenes Haus in Meeresnähe zu buchen ist für die Azoren auf jeden Fall die richtige Entscheidung und viel besser als ein Hotel in einer der Kleinstädte.

Unsere airbnb – Erfahrung in Barcelona

Im April verbrachte ich zum wiederholten Mal ein verlängertes Wochenende in Barcelona, definitiv eine meiner Lieblingsstädte. Da wir diesmal zu viert unterwegs waren, entschieden wir uns wieder für airbnb – diesmal für ein Appartment von Maja im Trendviertel El Born, in der Nähe des Arc de triomf. Um denselben Preis hätten wir höchstens ein Zimmer mit Gemeinschaftsbad in einem Hostel bekommen. Wieder einmal war ich sehr zufrieden mit unserer Wahl. Das Appartment war recht neu eigenrichtet, hatte alles, was man für ein Wochenende benötigt und lag in einer kleineren Seitengasse, in der es die besten Tacos der Stadt gibt. Klare Empfehlung!

Hast du noch Fragen?

Hast du schon Erfahrungen mit airbnb gemacht?

Screenshots von airbnb.de

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4 Comments

  • Hallo Jakob, wir waren nun auch schon zwei mal mit Airbnb unterwegs – und lieben diese Art Urlaub zu machen. Das erste Mal waren wir in Viareggio, in einer super ausgestatteten Einlegerwohnung zu einem Top-Preis im Hochsommer, und diesen Sommer in Sardinien in einem Ferienhaus. Ich mag die familiäre Atmosphäre und das System das Airbnb anbietet ist einfach toll. Kann ich nur jedem weiterempfehlen – und da sind ja echt KRACHER-Häuser dabei. Meine Wishlist ist schon ewiglang und verteilt sich über die ganze Welt. LG, Melanie

  • Das ist echt toll, dass Ihr so von dieser Art Urlaub zu machen begeistert seid. Ich selbst vermiete meine Ferienwohnung in Budapest auch u.a. über Airbnb und habe großteils gute Erfahrungen gemacht!
    Jetzt gibt es ja schon die verschiedensten Plattformen um auf diesem Weg eine Unterkunft zu buchen – wie z.B. Housetrip, Wimdu, 9flats.com, holidaylettings, fewo-direkt, atraveo…… und viele, viele mehr!

    Liebe Grüße aus Budapest
    Markus

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