Eine salzige Angelegenheit – Die Salar de Uyuni

Meine Tour durch die Salzwüste

Ein weiterer Abschnitt meiner Südamerikareise führte durch die Salzwüste Salar de Uyuni im Süden Boliviens.

Struktur der Oberfläche
Struktur der Oberfläche
Salzabbau
Salzabbau

Fakten, Fakten, Fakten

Die Salar de Uyuni in der Grenzregion von Bolivien und Chile ist mit über 10.000 km² die größte Salzwüste Welt, weist stellenweise eine 72m dicke Salzschicht auf und liegt auf einer Höhe von ca. 3600m. Entstanden ist diese durch das Austrocknen des Paläosees Tauca. Uyuni liegt im Norden der Salzpfanne, etwa 7 Stunden Busfahrt von Potosí entfernt und dient Touristen als Ausgangspunkt für die üblicherweise dreitägigen Touren. Neben dem Salzabbau wurde vor einigen Jahren mit der Gewinnung von Lithium, ein inzwischen wertvoller Rohstoff für Akkus und elektrische Geräte, begonnen.

Den richtigen Tourenanbieter wählen

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…ist gar nicht so einfach zu beantworten. Touren können entweder als Rundkurse (Uyuni-Uyuni), oder, bei einer geplanten Weiterreise nach Chile oder Argentinien in eine Richtung, nach San Pedro de Atacama, Chile oder nach Tupiza gebucht werden. Unterwegs ist man in großen Jeeps, meistens zu sechst oder siebt.
Über die Auswahl findet man viele Horrorgeschichten von enttäuschten Touristen in Blogs oder Internetforen. Die wirklichen schwarzen Schafe kann man so leicht ausschließen. Allerdings darf man nie vergessen, dass den Weg ins Internet überproportional oft nur die negativen Bewertungen finden und positive Berichte die Ausnahme darstellen.
Mein Tipp: Ein bisschen im Internet recherchieren. Sich nicht von den negativen Bewertungen beeindrucken lassen. Mit anderen Reisenden auf dem Weg nach Uyuni Erfahrungen austauschen und sich Anbieter empfehlen lassen. Den Anbietern von Ort viele Fragen stellen und in viele Büros gehen und sich mit der Entscheidung Zeit lassen.

Die Tour durch den Salar de Uyuni

Früh morgens wurde ich vom Jeep abgeholt und begrüßte die anderen fünf Mitreisenden, mit denen ich die nächsten 3 Tage auf wenigen Quadratmetern verbringen würde. Wir waren ein bunter Haufen mit einem Iren, ein Brasilianer, einem bolivianischen Pärchen, einem Südkoreaner, einem jungen bolivianischen Fahrer und mir.

Jeep
Jeep
Die Gruppe
Die Gruppe

Rasch lassen wir Uyuni hinter uns, sind sogleich in der Salzwüste und alle packen ihre Sonnenbrille, ohne die wir wohl Schnee…äh…Salzblind würden, und Sonnencreme aus. Statt auf Asphalt oder Schotter fahren wir nun auf Salz, was zu einem dauerhaften „Knirschton“ führt. Schon bald sehen wir gar kein Land mehr. Die Salzwüste geht am gesamten Horizont in dem Himmel über, wie sonst eigentlich nur am offenen Meer. Gut, dass der Jeep einen Kompass eingebaut hat. Auf meine Frage an Pedro „Wie er sich hier zu Recht findet und ob der Kompass eine Hilfe sei?“ antwortet er, dass er den Kompass gar nicht benutze und er trotz seines geringen Alters schon genug Erfahrung hätte, um sich „blind“ auf diesem großen Salzmeer zu Recht zu finden. Hoffentlich ist das so…
Der erste Stopp war ein vor Jahren stillgelegter Bahnhof, auf dem man alte Bahngarnituren bewundern kann und durchaus ein Gefühl für die Geschichte des Salars bekommt.

Eisenbahnfriedhof
Eisenbahnfriedhof
Insel im Salzmeer
Insel im Salzmeer

Weiter geht es zu einem kleinen Salzmuseum und einen kleinen Ort, in dem wir einen kurzen Vortrag über die Geschichte der Salzgewinnung hören, alles sehr touristengerecht aufbereitet.
Später kommen wir zu einer kleinen Insel inmitten der Salzwüste, das heutige Highlight der Tour, eine willkommene Abwechslung deren „Gipfel“ so gleich von uns erklommen wird. Das folgende Essen schmeckt. Ich bin froh, einen guten Tourenanbieter gefunden zu haben. Zur Verdauung starten wir das lustige Photoshooting gemeinsam mit Touristen aus anderen Jeeps.

Optische Täuschungen aufgrund fehlender Tiefe
Optische Täuschungen aufgrund fehlender Tiefe

 

Mittagessen
Mittagessen

Abends kommen wir im Salzhotel an. Wände, Betten, Tische, alles ist hier aus Salz. Sobald die Sonne untergeht wird es eiskalt und wir packen all unsere warmen Sachen aus, um nicht ganz so zu frieren beim Abendessen.

Die bunten Lagunen

Wahrlich spektakulär waren die besuchten Lagunen in der Salzwüste:
Erster Stopp war die wunderschöne Laguna Colorada. Trotz des starken Windes waren wir vom einzigartigen Panorama und den dutzenden Flamingos, die sich im See in Ufernähe aufhielten begeistert. Eine Algenart sorgt dabei für die dominierende rote Farbe der Lagune.
Am letzten Tag kamen wir noch an der Laguna Verde vorbei. Die herrschende Windstille ermöglichte eine faszinierende Spiegelung des dahinterliegenden Vulkans. Seht selbst:

Flamingos bei der Laguna Colorada
Flamingos bei der Laguna Colorada
Laguna Verde
Laguna Verde

Am Grenzübergang nach Chile verabschiedete ich mich von den Mitreisenden, die wieder zurück nach Uyuni fuhren, und steige in den Bus nach San Pedro de Atacama.

Fazit

Drei unglaublich schöne Tage in einer weltweit recht einzigartigen Landschaft!
Ein Must-see, Teil der berühmten See-before-you-die Orte!
Glück (?) gehabt mit einer wirklichen netten Gruppe im Jeep und guten Fahrer inkl. Verpflegung (nicht versalzen ;-))!
Kalt wars, meistens auch unter Tags! Salzig auch 😉

Neugier geweckt? Warst du auch schon da? Wie war deine Tour durch den Salar?

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