Der Friedhof der Namenlosen

Der Friedhof der Namenlosen

Letztes Wochenende fuhren wir zu einem eher abseits gelegenen, unbekannteren aber durchaus besuchenswerten Orte Wiens, dem Friedhof der Namenslosen im 11. Bezirk beim Albaner Hafen.

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Der Friedhof der Namenlosen, heute oft als Geheimtipp in Reiseführern erwähnt, wurde 1840 errichtet. Die Strömungsverhältnisse führten bis zur Errichtung des Albaner Hafens und seiner Getreidespeicher im Jahr 1939 dazu, dass neben sonstigem Treibgut auch in der Donau treibende Leichen an diese Stelle angeschwemmt wurden. Da die Identität meist nicht geklärt werden konnte, wurde diese in einfachen Gräbern mit einem simplen Kreuz, ohne Grabstein, beigesetzt.

Friedhof der Namenlosen Grab  Friedhof der Namenlosen Grab

Seit der Errichtung des Hafens und der Regulierung der Donau in diesem Bereich werden keine Wasserleichen mehr angeschwemmt.

Friedhof der Namenlosen Grab

Zum Teil konnten die Leichen später identifiziert werden, weswegen am Friedhof der Namenlosen heute etwa ein Drittel der Gräber Namensschilder tragen.

IMG_4049Bei der Anreise fährt man durch das gesamte Areal des Albaner Hafens und kommt auch an diesen alten Getreidespeichern vorbei.
Die Anreise erfolgt am besten mit dem Auto oder dem Fahrrad. Anschließend lädt ein Gasthaus neben dem Friedhof zur Stärkung ein!

Albaner Hafen

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