São Miguel

Die Highlights

Nach einem wunderschönen Wochende in Lissabon war es dann soweit, der Flug nach Ponta Delgada auf der Insel São Miguel stand auf dem Programm. Sao Miguel ist mit knapp 750km², etwa 63km lang und 16km breit. Ein Mietauto ist für diese Insel ein absolutes Muss. Der öffentlich Verkehr ist quasi inexistent und die Insel bietet so viel abseits der gut ausgebauten Küstenstraße, so dass man ohne einem Auto sehr viel verpassen würde.

São Miguel ist aufgrund seiner Größe sehr vielfältig. Die Küste ist sowohl durch schroffe Felsküsten, meterhoch abfallende Klippen als auch recht schönen Sandstränden gekennzeichnet. Im Landesinneren erheben sich größere Berge, und saftig grüne Landschaften, auf denen Kühe grasen.

Die Highlights auf dieser Insel:

Unser Heimatort für eine Woche

Das Haus mieteten wir in Vila Franco do Campo, etwa 20 Minuten östlich der Hauptstadt Ponta Delgada gelegen, direkt an der Küste. Über der Stadt erhebt sich eine Kirche, von der man einen grandiosen Ausblick hat. Vor der Küste gibt es etwa 5 Minuten per Boot entfernt, eine sehr schöne kleine Insel, in der es sich sehr gut baden lässt. Zusätzlich gibt es im Ort mit dem Restaurant Atlantic Grill eines der besten Restaurants, die wir auf Sao Miguel besuchten. Der Pool gehörte dabei zum Haus dazu und man muss diesen nur mit Mietern eines anderen Hauses teilen, hat ihn also quasi für sich alleine!!


Natürliche Pools mit Salzwasser

Die zerklufteten Küsten aus Lavagestein haben dafür gesorgt, dass sich mit der Zeit natürliche Schwimmbecken gebildet haben, in denen es sich bei Ebbe sehr gut baden lässt, während bei Flut das Becken mit frischem Wasser geflutet wird. Oft wurde von den Gemeinden dann ein kleiner Bereich betoniert, um einen besseren Zugang zu ermöglichen, was aber nicht weiter das natürliche Bild dieser Pools stört. Außerdem ist das Wasser in diesen Becken etwas wärmer als im durchaus kühlen – manche nennen es erfrischenden – Atlantik. Die Pools in Mosteiros haben uns auf Sao Miguel besonders gut gefallen.


Thermalquellen in Furnas

In Furnas, im Landesinneren, gibt es heiße Quellen, die einerseits als Thermalbecken genutzt werden, andererseits ein schönes Naturschauspiel zeigen. Ein traditioneller Eintopf aus Furnas wird außerdem in diesem heißen Schlamm gekocht. Tipp: Das Thermalbecken hat – wie an seiner Farbe unschwer zu erkennen – gewisse gelöste Mineralien oder Sedimente, die jede weiße oder helle Badekleidung, Handtuch, T-Shirt danach, etwas verfärben, also auf keinen Fall mit einer weißen Badehose oder weißem Handtuch dort aufkreuzen. Wir sahen nicht nur einen Touristen mit hellbraunen Handtüchern 😉


Sao Miguels Strände

Sao Miguel hat aber nicht nur schroffe Felsküsten und steil abfallende Klippen, sondern auch ganz hübsche Strände:


Sete Cidades

Sete Cidades ist ein Ort in einem einige Kilometer fassenden erloschenen Krater – einer Caldeira – im Westen der Insel. Das üppige Grün, die schöne Landschaft, und die Kraterseen sind eine willkommene Abwechslung nach einem heißen Tag am Meer. Es gibt sehr viele Wandermöglichkeiten.


Klippen und schöne Aussichtspunkte

Die unregelmäßigen Küsten, mit ihren meterhohen Klippen, ermöglichen eine Vielzahl von Aussichtspunkten und tollen Ausblicken auf diesselben.


Wandern

Die Azoren laden mit ihrer hügeligen Landschaft und dem gemäßigten Klima so richtig zum Wandern ein. WIr machten eine Wanderung zu einem wunderschönen Wasserfall. Diese bietet sich bei Erkundung des Inselostens an. Start ist in Faial de Terra. Die Wanderung ist weder besonders anspruchsvoll noch sehr lange, dafür ist die üppige Vegetation durchaus beeindruckend.

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6 Comments

  • Findest du eine Woche für Sao Miguel ausreichend? ich bin gerade am Planen. Wir wollen für 7 Tage von Portugal rüber, um ein bisschen abzuhängen, zu baden, whalewatching, surfen, ganz wenig Wandern (fußlahmens Kind 😉 und in netten Örtchen verweilen. Ich stöbere gerade in Reiseeblogs dazu und bin natürlich auf deinen schönen Artikel gestossen. Freue mich über eine Antwort.
    Alles Liebe
    Eva

    • Liebe Eva,
      Ja, eine Woche ist denke ich ausreichend. Wir waren auch eine Woche dort und hatten genau ausreichend Zeit das meiste zu sehen und auch mal einen regenbedingten Pausetag einzulegen. Auf jeden Fall benötigt man ein Mietauto. Wie oder ob man surfen kann weiß ich nicht. Aber baden lässt es sich in den kleinen Pools sehr schön, Atlantik ist halt kühler, die Strände bieten auch einige Abwechslung, von denen gibts aber nicht so viele. Whalewatching geht wohl bisschen besser auf DER (ehemaligen) Walfänger-Insel Pico. Aber für einige Delfine und ein paar Wale sollte auch Sao Miguel geeignet sein 🙂
      Solltest du noch mehr zu Sao Miguel wissen wollen, kannst du dich gerne melden. Die Azoren sind wirklich toll!
      Liebe Grüße, Jakob

      • Lieber Jakob
        vielen Dank für deine Einschätzung. Azoren sind nun gebucht und wir freuen uns wahnsinnig.
        Diese mal leider nur Sao Miguel, beim nächsten Mal dan Inselhopping.
        Liebe Grüße
        Eva

        • Eine praktische Sache ist mir noch eingefallen. Auf Sao Miguel ist das Wetter oft mal auf einer Seite schön, auf der anderen regnet es. Aufgrund der Bergkette dazwischen.

          Diese Website mit Webcams einiger Orte hat uns bei der Tagesplanung oft weitergeholfen:, da uns gezeigt wurde, wo das Wetter gerade besser ist. Und man ist auf Sao Miguel doch relativ schnell am anderen Ende der Insel: http://www.spotazores.com/

          LG, Jakob

  • Hallo Jakob,

    du hast da einen tollen Bericht über die Azoren gemacht.
    Mein Freund hat auf seiner Webseite über fast die gleichen Erlebnisse geschrieben wie du.

    Viele Grüße aus Stuttgart
    Matze

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