Ein Wochenende in Riga

Zentralmarkt Riga

Meine Reise ins Unbekannte

Riga – Was fällt dir zu dieser Stadt ein? Hauptstadt welches Landes ist das nochmal? Aja, Lettland. Ok. Und sonst? Als Krimiliebhaber kommt man vielleicht noch auf den Titel „Hunde von Riga“ von Henning Mankell. Lettisch? Noch nie gehört. So, oder so ähnlich (geographisch wusste ich die Stadt natürlich schon einzuordnen ;-))  ging es zumindest mir. Und Riga hat mich komplett überzeugt, so viel sei schon verraten 😉

Aber wir wollten mal etwas ganz neues kennenlernen und für ein Wochenende zu dritt, mit Mutter und Schwester, in eine Stadt reisen, die noch keiner von uns besucht hatte. Schlussendlich fiel die Wahl aufgrund von Flugzeiten, Flugpreis und Neugier auf Riga, Kulturhauptstadt 2014.

Mit großer Neugier verschlang ich den gekauften Reiseführer, um mich ein bisschen in die Stadt einzulesen, um endlich mehr über Lettlands Hauptstadt zu erfahren, deren Kultur, Geschichte, Sehenswürdigkeiten und Highlights.

Jugendstil trifft Sowjetunion trifft Moderne

Spaziert man durch Riga, merkt man sehr bald, was die Geschichte Rigas bzw. Lettlands, ein bis in die 90er Jahre des 20. Jahrhunderts kaum unabhängiges Land, geprägt hat. Während im  – nomen est omen – Moskauer Viertel die kommunistische Architektur, insbesondere in Form der Akademie der Wissenschaften, nicht zu übersehen ist, findet man in der Altstadt und der Umgebung vor allem Jugendstilarchitektur. Rund um den Bahnhof, und auch ein Teil des Bahnhofs selbst, wurden in den letzten Jahren scheinbar aufwendig renoviert und unterscheidet sich durch seine großen und modernen Einkaufszentren und Hallen kaum von anderen mitteleuropäischen (Klein-)Städten.

Der Zentralmarkt

Ich liebe es, in fremden Städten auf Märkte zu gehen. Dort gewinnt man gewissermaßen einen Blick in den Bauch eines Landes, kann oft regionale Köstlichkeiten probieren (naja, zumindest hab ich das gehofft), und sich so unter Land&Leute mischen. In Riga gelingt das (fast). Während um die riesigen Markthallen vor allem Obst, Blumen und allerlei markenloser (überraschend teurer) Ramsch angeboten wird, gibt es in den Hallen allerlei Milchprodukte, Honig, Fisch, Fleisch, usw. Genau da fiel mir (leider) auch auf, dass Riga touristisch noch nicht wirklich im Fokus liegt, man trifft auch generell eher wenige Touristen auf der Straße. Es gibt zwar eine Halle, die vor frischem Lachs nur so übergeht, aber, im Gegensatz zu z.B. Hamburg, keinen einzigen Stand, der einem Fischbrötchen anbietet. Den Markt verlasse ich also leider hungrig…

Zentralmarkt Riga

Die Akademie der Wissenschaften

Ich bin ja ein bekennender Fan davon, Städte von oben zu betrachten. Das Gebäude der lettischen Akademie der Wissenschaften im Moskauer Viertel wurde in den 1950er Jahren errichtet, gilt als Lettlands erstes Hochhaus, und hat eine herausragende Panoramaplattform im 21. Stock (mit Lift). Wir nutzen den sonnigen Tag und spazieren gleich nach dem Frühstück durchs Moskauer Viertel zur Akademie, und hatten die Plattform, nachdem man aufgrund fehlender lettisch oder russisch Kenntnisse mit Händen und Füßen beim Portier Tickets erworben hat, dadurch fast für uns alleine.

 

Jürmala – Hausstrand der Rigaer

An einem sonnigen, warmen, Frühlingstag, wenn man das Aufkommen am Strand bedenkt wohl einer der ersten wirklich warmen Tage des Jahres, fuhren wir mit der Bahn ins 30 Minuten entfernte Jürmala, ein modäner Badeort mit imposanten Holzvillen, kilometerlangem weißen Strand und schöner Promenade. Auch wir spazierten unter den vielen Besuchern den Strand entlang und genossen diesen sonnigen Tag. Eine willkommene Abwechslung zu den stundenlangen Spaziergängen in der Stadt.

 Altstadt, Kirchen und ein (Geheim-)Tipp

Das Zentrum besticht durch seine verwinkelten Gassen, schöne große Plätze und einige schöne Einkehrmöglichkeiten, da es auch kaum Verkehr in der Altstadt gibt und viele Bars und Restaurants in der Fußgängerzone Sitzmöglichkeiten anbieten. Besonders gut hat mir außerdem die orthodoxe Kirche gefallen, die sich in der Nähe der Freiheitsstatue, die eine eher tragische Geschichte hat, befindet.

Nur wenige Schritte von der Kirche entfernt steht das Radisson Blue Hotel mit einer Skybar im letzten Stock, von der man eine grandiose Aussicht auf die Stadt hat. Einen Besuch dieser kann ich dir sehr ans Herz legen. Dass ich mir Städte gern von oben anschaue, habe ich ja schon erwähnt, oder 😉

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