Meine Do´s & Don´ts in Marrakesch

Marrakesch ist eine sehr vielfältige Stadt. Für mich war es die erste Reise in ein arabisches, als auch in ein muslimisches Land. Andere Kultur, Gewohnheiten und so. Gerade Marrakesch kann einem an den ersten Tagen schon mal den Nerv rauben, so vielfältig, faszinierend und gleichzeitig anstrengend ist die Stadt. Wo sonst sind Luxusautos neben Eselskarren, top westlich gestylte Menschen neben traditionell gekleideten Personen auf einem so engen Fleck…

Das sind meine persönlichen Do´s & Don´ts für Marrakesch:

Do: Sich den ersten Tag im Souk einfach treiben lassen und mal links und mal rechts abbiegen, am besten am Vormittag, da sind die Händler noch eher mit Tee trinken beschäftigt und man wird nicht dauernd angequatscht.

Don´t: Sich im Souk von Marrakesch anfangs versuchen zu orientieren und den Weg zu einem bestimmten Ort zu finden.

Marrakesch Souk Bazar Altstadt

 

Do: Wenn einem etwas bei einem der zahlreichen Marktstände gefällt, nach dem Preis fragen, und handeln handeln handeln. Meist bei etwa 30% des Ausgangspreises anfangen, damit man sich bei in etwa 50% einigt. Handeln braucht Zeit!

Don´t: Von Fixpreisen ausgehen und den erstbesten Preis akzeptieren.

Marrakesch Markt

 

Do: In die Maison de la Photographie spazieren und oben auf der Dachterrasse Mittagessen.

Don´t: Sich auf dem Weg dorthin von falschen Guides begleiten lassen. Überhaupt ist, so schlimm das jetzt klingt, Personen, die dich ansprechen und  dir den Weg zeigen wollen, etc. eher weniger zu trauen. Man landet dann schnell im Teppichgeschäft vom Cousin oder wird dann vor dem Ziel um (viel zu viel) Geld gebeten.

Tajine marrakesch

 

Do: Am Djemaa-el-fna frühabends auf einer Dachterasse setzen, den Sonnenuntergang genießen, und die Transformation des Platzes und die unterschiedlichen Leute beobachten.

Don´t: Am Djemaa-e-fna in die Touristenfallen (Essen, Schlangen, Henna-Tattoos) stolpern. Anders ist es mit dem Flaschen fischen, keine Touristenfalle, aber sehr schwierig.

marrakesch platz der toten djamna el fna

 

Do: Auch mal die Altstadt verlassen und in einer der vielen hippen und schicken Bars in der Neustadt Cocktail trinken gehen.

Don´t: Sich durch die Altstadt vom einseitigen Bild Marrakeschs täuschen lassen.

marrakesch nachtleben bar cocktails
(c) Kechmara Bar

 

Do: Aufpassen beim Photographieren. Marokkaner sollte man nur mit Nachfrage portraitieren (Religion und Abbilder und so), am großen Platz wird schnell mal (viel zu viel) Geld für ein Photo verlangt.  Mein Tipp: Wenn man etwas gekauft hat, haben viele dann kein Problem mit einem Photo.

Don´t: Ungefragt Photos von Personen (Händler, Gaukler am Platz, Waren) machen, da kommt man rasch in unangenehme Situationen.

gewürze marrakesch

Und noch ein guter Tipp von Leser „Marrakschi“:

Do: Stadtbusse (3 DH) benutzen. Wer die Altstadt verlässt und zum Beispiel zum Jardin Majorelle oder in die Neustadt fährt, sollte mal einen Stadtbus ausprobieren. Als einziger Europäer im Bus gab es für mich nicht nur viele respektvolle Blicke, sondern die Marokkaner überboten sich auch in ihrer Hilfsbereitschaft, die richtige Stadtbuslinie auszuwählen.

Don´t: Abziehen lassen beim Taxifahren. Entweder funktionierendes Taximeter erfragen oder Preis vorher aushandeln. Stadtfahrten sollten nicht mehr als 25 DH kosten, nachts etwas mehr.

Was hast du für Erfahrungen in Marrakesch gemacht? Hast du noch do´s oder don´ts, die zu hinufügen möchtest?

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13 Comments

    • Ja, Marrakesch ist irgendwie verrückt…

      Weitere Berichte gibt es voerst mal in Form von bewegten Bildern. Wir haben uns in Marokko zum ersten Mal dem Filmen gewidmet…

      Liebe Grüße!

  • Ein tolles 6-Punkte-Programm, das sich problemlos weiterschreiben ließe. Ich schlage für den Anfang vor

    Do: Stadtbusse (3 DH) benutzen. Wer die Altstadt verlässt und zum Beispiel zum Jardin Majorelle oder in die Neustadt fährt, sollte mal einen Stadtbus ausprobieren. Als einziger Europäer im Bus gab es für mich nicht nur viele respektvolle Blicke, sondern die Marokkaner überboten sich auch in ihrer Hilfsbereitschaft, die richtige Stadtbuslinie auszuwählen.

    Don´t: Abziehen lassen beim Taxifahren. Entweder funktionierendes Taximeter erfragen oder Preis vorher aushandeln. Stadtfahrten sollten nicht mehr als 25 DH kosten, nachts etwas mehr.

    • Danke für die Erweiterung. Das muss ich das nächste Mal auch ausprobieren!

      Ich habe mir erlaubt, es mit deinem Namen in die Liste aufzunehmen.

      Liebe Grüße,
      Jakob

  • Das war informativ! Marrakesch steht bei meinen Reisezielen (so wenige es sind…) nicht so weit oben, aber vorbereitet wäre ich 🙂

    Btw. Kannst du das Pop-up, das nach ein paar Sekunden auftaucht, nach rechts verschieben? Am linken Rand behindert es den Lesefluss 🙁

    • Danke für den Hinweis, ich habe es geändert! Eine Reise nach Marokko kann ich definitiv empfehlen. Mir geht es beim Lesen anderer Blogartikel oft so, dass ich meine Reiseziele neu überdenke und „ordne“ 🙂

      Liebe Grüße,
      Jakob

  • Hallo Jakob,

    ich bin eben über die Gruppe Reise-Blogger auf Deinen Blog gestoßen. Sie gefällt mir sehr gut.

    Marokko ist in der Tat ein sehr spannendes Reiseziel. Bei unserer ersten Reise nach Marrakech waren wir an den ersten zwei Tagen noch etwas erschlagen von den vielen neugewonnen Eindrücken. Da sind wir auch auf einige der klassischen „Do nots“ reingefallen – z.B. haben wir uns erst mal stundenlang im Souk verlaufen (Orientierung an den Straßennamen und Wegeleitungen ist zwecklos 😉 ) und uns daraufhin von einem selbsternannten „Guide“ ins Hostel zurückbringen lassen. Natürlich gegen ein paar DH’s. Wir haben uns von ziemlich vielen Händlern bequatschen lassen und wussten anfangs nicht so recht, wie wir mit den vielen neuen Situationen umgehen sollten.

    Doch wenn man sich erst mal ein paar Tage eingelebt hat und allmählich weiß, wie man auf bestimmte Situationen reagieren muss, fängt man an, sich in das Land und die Leute zu verlieben. So überfordernd es anfangs auch erschienen ist. Marokko ist einfach unglaublich facettenreich und es gibt in jeder Ecke etwas Neues zu entdecken.
    `
    Die marokkanische Küche und orientalischen Gerüche, sich nachts in den labyrinth-artigen Souks verlaufen, die vielen streunenden Katze, der Trubel nachts auf dem Djema-El-Fna oder nachts in der Sahara unterm Sternenhimmel zu schlafen – all das macht das Land unglaublich liebenswürdig.

    Danke für diesen tollen Eintrag! 🙂

    Liebe Grüße,
    Minna

    • Hallo Minna,
      Danke für deinen lobenden Worte 🙂
      Du hast recht, man braucht schon ein oder zwei Tage, um sich einzuleben und sich an alles etwas zu gewöhnen und anzupassen. Und sich ja nicht zu viel über irgendeine Touri-Falle ärgern.
      Marokko hat sicher noch viel mehr zu bieten, ich möchte unbedingt noch einmal hin!

      Liebe Grüße,
      Jakob

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