Mallorca: Von versteckten Buchten und anderen Überraschungen

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Mein Mallorca abseits der Massen

Meinungen hörte ich vor diesem Urlaub auf der spanischen Ferieninsel nur zwei: Einerseits verdrehen jene, die noch nie dort waren, die Augen, sehen mich verwundert an, und fragen „Du auf Mallorca?“. Andererseits beglückwünschen mich jene, die bereits dort waren, zu der Entscheidung und geben mir auf Nachfrage jede Menge Empfehlungen und „Geheimtipps“.

Und wie geht es mir nach einer Woche Mallorca? Die Insel ist abseits der Massen absolut großartig, landschaftlich wunderschön, und das Meer und die Strände fast schon karibisch. Man muss die entlegenen Ecken zwar bewusst suchen. Aber dann hat man die Insel (auch im Juni) fast für sich, und ist froh, dass der Großteil der Mallorca-Besucher lieber den einfachen Weg in den Massenquartieren und Hotelburgen vorzieht. Und ist über jene froh, die vor Vorurteilen strotzend gar nicht auf die Idee kommen, nach Mallorca zu fliegen 😉

Welche Zutaten machen einen Urlaub auf Mallorca nun zu einem perfekten Urlaub auf Mallorca?

  • Ein Appartment in einem kleinen, nicht (so) touristischen Ort, am besten an der Küste oder in Küstennähe
  • Ein Mietauto
  • viel Internetrecherche (z.B. mein Blog, den du hiermit schon gefunden hast ;-)) und Tipps von Einheimischen (dem Vermieter deines Appartments z.B.)

Tipp: Unser Appartment in Porto Petro

Mit der Wahl unseres Appartments in Portopetro im Südosten der Insel hatten wir wirklich großes Glück. Uns erwartete ein relativ verschlafenes Fischerdorf, mit nur ganz wenigen Hotels, aber trotzdem ausreichend Infrastruktur und ein Apartment unter einem Pinienwald mit kleinem Pool. Dazu eine äußerst nette Gastgeberin, die auf dem selben Grundstück im Haupthaus wohnt, und uns mit vielen Ausflugstipps versorgte. Dazu kam noch die Nähe zum wunderschönen am Meer gelegenen und unverbauten Nationalpark Mondragó. Im Ort gibts einige Restaurants und einen Supermarkt. Für einen Großeinkauf gibt es einen großen Eroski in Cala d´or. Ein Appartment ist auch deshalb perfekt, weil man je nach Lust und Laune auch mal kochen kann, und den Abend auf der eigenen Terasse bei einem oder zwei Glästern Wein gemütlich ausklingen lassen kann. Der nahegelegene Markt in Santanyi ist zwar sehr überfüllt mit Touristen, ein Besuch zahlt sich aber aus, man bekommt dort ausgezeichnete Produkte!

Portopetro-Hafen_Mallorca

Tipp: Auto auf Mallorca mieten

Ein Mietauto ist auf Mallorca ein Muss, wenn man etwas von der Insel sehen möchte. Und glaube mir, es gibt so viele interessante Ecken zu entdecken. Am besten auf den bekannten Buchungsplattformen buchen, und jedenfalls alle Versicherungen dazunehmen sowie den Ausschluss der Selbstbeteiligung. Auf Mallorca benötigt man kein großes Auto. Ganz im Gegenteil, ist ein kleines Auto auf manch engen Straßen, etwa am Weg zum Strand Es Trenc oder dem Cap Formentor durchaus von Vorteil. Wir mussten übrigens unsere Versicherung in Anspruch nehmen, da unser Auto aufgebrochen wurde. Die Selbstbeteiligung wurde uns dank vollständiger Unterlagen von Der Tour in kürzester Zeit erstattet. Top!

Tipp: (Fast) einsame Strände Mallorcas

Ja, es gibt sie auch auf Mallorca, die kleinen, ruhigen, versteckten Buchten. Was man dafür tun muss? Viel im Internet recherchieren und sich vor Ort umhören. An der Ostküste gibt es einige Buchten, die man entweder nur mit dem Boot, oder über eine einstündige Küstenwanderung erreicht.

Cala Marmols

Eines dieser Juwele ist die Cala Marmols im Südosten der Insel. Diese erreicht man am besten mit dem Boot oder (wenn man so wie wir kein Boot hat) über eine wunderschöne, etwa einstündige Küstenwanderung vom Leuchtturm Cap de Ses Salines. Zwar kam dann doch ein etwas größeres Ausflugsboot in die Bucht, diese blieben allerdings nicht lang und dann war es wieder sehr sehr ruhig am Strand. Den ganzen Tag über waren vielleicht 20 andere Besucher am Strand. Viel zu trinken (und essen) mitnehmen. Verpflegung gibt es dort keine. Und Schatten am Weg und am Strand selbst auch eher wenig.

Nationalpark Mondragó

Ähnlich schön, aber deutlicher bekannter und zum Teil voller sind die Strände dieses Nationalparks. Geht man jedoch auf den nördlichsten Strand dieses Parks, trifft man schon wieder deutlich weniger andere Menschen. Und dieser kleine Strand liegt so wunderschön! An diesem Strand gibt es auch ausreichend Versorgungsmöglichkeiten.

Weitere Highlights unserer Reise

Mallorca hat so viel zu bieten. Und so waren wir in der Woche immer wieder mit unserem Mietwagen unterwegs und haben die oder andere Ecke der Insel erkundet.

Strand Es Trenc

An diesem Strand fährt kaum einer der Mallorca Urlauber vorbei. Zurecht! Der Strand ist wirklich wunderschön, füllt sich aber auch ordentlich. Die durchaus enge Straße führte uns im Süden der Insel in die Dünenlandschaft. Versorgungsmöglichkeiten gibt es dort seit diesem Sommer nicht mehr, da diese dem Naturschutz zuliebe abgerissen wurden. Ein Paradies für Strandverkäufer, die Obst und Wasser teuer an die Strandbesucher verkaufen.

Restaurant und Strand Cala Deía

Am Ende unserer Fahrt vom Cap formentor durch die traumhafte Sierra Tramuntana landeten wir in Deía und waren froh, den langen Roadtrip-Tag in dieser kleinen Bucht ausklingen zu lassen. Den Strand erreicht man entweder in etwa 30 Minuten zu Fuß aus dem Ort, oder man fährt mit dem Auto etwas hinunter und ist dann nur mehr wenige Minuten vom Strand entfernt. Wenige Meter seitlich vom Strand (nicht das über dem Strand) gibt es noch dazu ein wunderschön gelegenes Restaurant. Unser Abendessen dort war mit eines der besten auf der ganzen Insel, wir würden sofort wieder dort essen gehen!

Palma de Mallorca

Den letzten Tag verbrachten wir in der sehenswerten Altstadt Palmas. Und wieder waren wir überrascht. Auch in Palma gefällts uns gut. Die Stadt bietet viele Möglichkeiten, wunderbar zu essen und zu shoppen und eine hübsche Altstadt mit einer beeindruckenden Kathedrale gleich am Meer. Ideal, um es sich am letzten Urlaubstag nochmal gutgehen zu lassen 🙂

Palma Altstadt

Warst du schon einmal auf Mallorca? Wo hat es dir besonders gut gefallen?

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