Wanderung auf die Hohe Veitsch

Über den Teufelssteig auf die Hohe Veitsch

Sommerzeit ist Wanderzeit. Und so freute ich mich umso mehr, als unter der Woche heißes, aber eher gewitterfreies Wetter für das Wochenende prognostiziert wurde. Rasch waren ebenso wanderbegeisterte Mitstreiter gefunden, und die Hohe Veitsch zum Ziel auserkoren. Dieser Gipfel in der oberen Steiermark eignet sich perfekt als Tagestour von Wien aus.

Am Ende des Artikels habe ich dir alle wichtigen Fakten, Tipps und Links noch einmal zusammengefasst.

Angekommen am (vermeintlichen) Parkplatz wurden wir frühmorgens noch von einer kühlen Brise erfrischt und machten uns auf den Weg. Der Beginn ist von Skiliften geprägt, die wie Skelette im Sommer ein tristes Dasein fristen. Dass wir schon früher geparkt hatten, als eigentlich notwendig, fiel uns etwa 15 Minuten später auf, als wir am Gasthof Schiekl vorbei gingen. Noch fanden wir das harmlos. Bei der Rückkehr eher weniger…

Wir entschieden uns für eine Rundwanderung, um nicht den selben Weg hin und zurück zu gehen. Also machten wir einen Schlenker über die Rotsohlalm, und stiegen über den Teufelssteig auf die Hohe Veitsch auf. Bis zur Rotsohlalm ist man abwechselnd auf Forststraßen, Wiesen und im Wald unterwegs. Ein Gebiet, in dem es vor Heidelbeeren nur so wimmelt. Eine willkommene Abwechslung!

Ab der Rotsohlalm, die man links liegen lässt, ändert sich der Wanderweg. Ab nun geht es, über den Teufelssteig auf den Gipfel. Anfangs noch entspannend, wird der gut markierte Weg über der Baumgrenze, quer durch ein Latschenfeld, immer steiler und anstrengender. Der Weg ist steil, jedoch weder ausgesetzt noch gefährlich meiner Meinung nach.

Nach etwa einer Stunde haben wir den Teufelssteig hinter uns, und werden mit diesem Schild belohnt:

Das verleitet doch glatt zu Freudensprüngen:

Den anstrengendsten Teil hinter uns, geht es nochmal etwa 15 Minuten über farbenfrohe Blumenwiesen zum Gipfelkreuz, von dem man mit einem großartigen Panorama Richtung Norden belohnt wird. Wir strahlen mit der Sonne um die Wette. Wir geben dem knurrenden Magen nach, und machen uns auf den Weg in die 20 Minuten entfernte Graf-Meran Hütte. Der eiskalte Radler auf der sonnigen Terrasse ist die verdiente Belohnung für den seinem Namen alle Ehre machenden Teufelssteig.

Bergab geht es später über den direkten, serpentinenreichen Wanderweg zum Parkplatz. Am Ende müssen noch einige recht steile Skipisten überwunden werden, was die Laune deutlich sinken lässt. Natürlich kommen wir auch wieder am Gasthof Schiekl vorbei, und wünschten uns sehnlich das Auto herbei, bevor wir die letzten Höhenmeter zum weiter unten liegenden Parkplatz überwinden.

Fazit: Ein wunderschöner Tag, eine mäßig anstrengende Wanderung, die sich perfekt als Tagestour ab Wien eignet.

Meine Hohe Veitsch Tipps und Facts

  • Der Gasthof Scheikl ist ab Wien in etwa 1 Stunde 45 Minuten mit dem Auto zu erreichen.
  • Aufstieg ab Gasthof Schiekl bis zum Gipfel etwa 2,5 Stunden.
  • Abstieg vom Graf-Meran Haus etwa 1 Stunde 15 Minuten
  • Einkehrmöglichkeiten bei der Rotsohlalm (nur in Weidezeit/ Wochenende) und Graf-Meran Haus.
  • Als Ausrüstung empfehle ich wie immer gutes Schuhwerk, Stecken je nach Bedarf, Regenjacke, und ausreichend Wasser.
  • Unbedingt aufs Wetter achten, und die eigenen Stärken und Schwächen berücksichtigen. Eine Umkehr ist immer OK.
  • Link zum Graf-Meran Haus: https://www.alpenverein.at/huetten/?huette_nr=1383
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