1000 places to see before you die {Rezension}

1000 Orte…

die man gesehen haben muss, bevor man stirbt. So lautet der attraktive Titel der Bücherreihe aus dem Vista-Verlag. Eine ordentliche Ansage. Und man kommt schon mal ins Grübeln. Welche der Orte die ich besucht habe, wohl im Buch vorkommen? Aber geht das überhaupt, Highlights, vor allem aus der ganzen Welt, rauspicken? So wie es die Autorin macht, ja. Da wird alles abgedeckt: Schöne Straßen, tolle Panoramen, Stadtviertel bzw. gleich ganze Städte, ganze Regionen, typische Speisen, Naturparks, etc. Von allem ist etwas dabei.

Werbung: Die Exemplare wurden mir freundlicherweise von Grützner Literaturtest zur Rezension zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon natürlich unbeeinflusst.

…weltweit

Die aktualisierte Neuauflage stellt auf 1120 Seiten Orte auf der ganzen Welt vor, die man laut Autorin Patricia Schultz gesehen haben muss. Der Fokus liegt dabei ganz klar auf Ländern des „westlichen Kulturkreises“. Während Europa etwa 350 Seiten an Highlights einnimmt, und die USA und Nordamerika etwa 250 Seiten, wurden die Highlights Afrikas auf knapp 170 Seiten zusammengefasst. Die Places in Österreich sind vor allem die Städte Wien, Salzburg und Graz, sowie die beeindruckende Natur und die Alpen, allen voran der Arlberg. Das Buch bietet interessante Beschreibungen, bei Städten sind sogar Informationen zu Hotels und Restaurants angeführt, ähnlich zu einem Reiseführer. Hier teilt sich meine Begeisterung für das Buch. Ich finde es sehr gut, um darin zu blättern, und mich von neuen Reisezielen und Sehenswürdigkeiten inspirieren zu lassen. Ein Reiseführer ist es für mich aber nicht. Informationen zu Hotels inkl. Preisangaben könnten aus meiner Sicht weggelassen werden. Hier wird ein Spagat versucht, den das Buch für mich nicht erfüllen muss.

Praxistest Portugal

Was taugt das Buch im Praxistest? Die letzten 10 Tage war ich in Portugal. Erst in Lissabon und Porto, danach gings mit dem Mietwagen quer durch das Land. Neun der 1000 Orte die man gesehen haben muss, finden sich der Autorin zu Folge in Portugal. Mit dabei sind das ausgesprochen sehenswerte Alfama Viertel in Lissabon, Porto, Madeira und einige weitere Museen, etc. Hier erfüllt das Buch durchaus seinen Zweck, nur, dass sich ein Land eben schwer auf so wenige Highlights beschränken lässt. Für das Buch spricht, dass mit Estremoz und Varao ein Highlight an erster Stelle steht, dass nicht gleich so offensichtlich ist (wie etwa Porto, Lissabon oder Belém).

…in Österreich, Deutschland und der Schweiz

In dieser Sonderausgabe werden 1000 Orte dieser drei Länder auf insgesamt 1074 Seiten, mit einer Vielzahl an Photos vorgestellt. Deutschland werden 750 Seiten, Österreich etwa 170, und der Schweiz etwa 130 Seiten eingeräumt.  Plätze ist dabei ein breit ausgelegtes Konzept, werden doch sowohl einzelne Sehenswürdigkeiten, ganze Regionen, bestimmte Wanderwege, Traditionen wie die Wiener Kaffeehaus-Kultur, (Panorama-)Straßen, besondere Speisen, und vieles mehr empfohlen. Das Buch ist nach Bundesländern gegliedert und so findet man sich auch schnell zurecht. Zu jeder Sehenswürdigkeit werden zusätzlich die wichtigsten Informationen wie Öffnungszeiten, ein Link zur Website und Eintrittspreise bereitgestellt. Am Ende des Buches findet sich zusätzlich eine Check-Liste, in der man seine besuchten Plätze zählen kann. Wem das wichtig ist. Ich gehöre da eher nicht dazu.

Trotzdem, das Buch schafft eine brauchbare Mischung aus Klassikern, und Tipps zu eher unbekannten Orten, etwa der Dreifaltigkeitskirche in Wien. Neben solchen „Geheimtipps“ sind natürlich auch die üblichen Touristen-Hotspots, Im Fall meiner Heimatstadt Wien etwa die Karlskirche, die Wiener Ringstraße und das Wiener Schnitzel beschrieben.

Fazit

Das Buch ist für mich kein Reiseführer, sondern viel mehr eine willkommene Inspirationsquelle, siehe meinen Praxistest Portugal. Besonders jetzt im Herbst, an einem verregneten Wochenende, kann man damit viel Zeit verbringen und sich in den nächsten Urlaub träumen. Die Beschreibungen sind kurz und prägnant und in Kombination mit den Photos kann man sich ein erstes Bild machen. Für mehr, bzw. dann die eigentliche Reise braucht es dann natürlich einen Reiseführer. Wer gerne Listen abarbeitet, wird sich (in der D/Ö/CH-Version) an der Checkliste am Ende des Buches erfreuen.

Für mich ist das Buch eine nette Lektüre zum Schmökern für Zwischendurch, um auch mal von entfernteren Orten einen Eindruck zu bekommen, was dort die Highlights sind. Aufgrund der Vielfalt durchaus auch ein Buch, zu dem man immer wieder gerne greift, wenn man eine Reise plant oder wissen möchte, was es denn z.B. in Madagaskar zu sehen gibt.

Werbung: Die Exemplare wurden mir freundlicherweise von Grützner Literaturtest zur Rezension zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon natürlich unbeeinflusst.

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